In der Welt der Antiquitäten Selten und alt- Antiquitäten für Liebhaber Antiquitäten sind eine Augenweide. Wer sieht sich nicht gern eine Jugendstil-Vase an, erfreut sich nicht an dem Detailreichtum eines Renaissance-Gemäldes oder an der handwerklich aufwendigen Gestaltung eines Sekretäres oder Schrankes aus der Barockzeit? Antiquitäten in der Wohnung zu haben, lässt die Wohnräume durch diese besondere Ausstrahlung sofort in einem anderen Licht erscheinen, einzelne, antike Möbelstücke etwa richtig plaziert, lenken die Aufmerksamkeit sofort in die richtige Richtung und werten den gesamten Raum auf. Antikes steht für sich selbst und lässt so manches Produkt der Moderne, sei es auch noch so gut ausgeklügelt und durchdacht im Schatten stehen. Als Antiquitäten bezeichnet man allgemein alle sammelswerten Dinge und Gegenstände, die bestimmten Epochen und einer großen Kunst- und Handwerksfertigkeit zugeordnet werden können. Sie sind oft mehr als hundert Jahre alt und besitzen diesen besonderen Wert, aufgrund ihres Alters, ihrer Seltenheit und ihrer Materalien und Qualität. Antike Möbel- fast zu schön um sie zu benutzen Einst zum Beispiel im 18.Jahrhundert als Gebrauchsgegenstände der besser gestellten Adelsfamilie entworfen, entzücken viele antike Möbel von Truhen, Schränken, Sekretären über Kommoden besonders durch die wertvollen Hölzer aus denen sie gemacht wurden (Eiche, Nussbaum, Ahorn, Eibe) und durch die reichhaltige Ornamentik mit der sie verziert sind. Viele von diesen Stücken bestehen aus mehreren Hölzern und die Maserungen im Holz wurden oft großartig aufeinander abgestimmt. Die Arbeitszeit und Leistung war enorm und somit die entsprechenden edlen Möbel auch nicht für jeden zu haben, zudem sie oft noch, wenn es sich z.B. um einen Biedermeier Stuhl handelte, mit feinem Damast, Brokat und schimmernden Seidenstoff bezogen waren. Was damals schon seinen Wert hatte, ist heute nicht weniger, sondern eher mehr noch wert. Antike Gemälde- Schönheit im Auge des Betrachters Antike Gemälde werden wie Möbel und andere Gebrauchsgegenstände auch in die jeweiligen Epochen eingeordnet und unterteilt, wobei dabei noch auf spezielle Stilrichtungen, Strömungen und sogenannte Schulen geachtet wird. Der Antiquitätenmarkt ist hier fest an dem Kunstmarkt angegliedert und verbunden wobei antike Gemälde sehr hohe Preise, je nach Maler, Epoche und Zustand erzielen können. Meistens mit Öl auf Leinwand oder Holz gemalt, begeistern antike Gemälde immernoch durch ihre Farbbrillianz und Ausstrahlung bis ins Detail, auch wurden damals zum Teil heute nicht mehr gebräuchliche und seltene Farbpigmente z.B. aus Mineralien und Tieren (Purpurschnecke) aufwendig gewonnen und verarbeitet, was den Wert noch steigern kann. Eine Antiquität in Form eines Gemäldes möchte aber auch gut plaziert und beleuchtet sein, damit sich die einmalige Wirkung des Kunstwerkes am besten entfalten kann. Schmuck, Bücher, Uhren, Besteck- Sonstige Antiquitäten Auch in den kleinen Dingen können sich wertvolle Antiquitäten verbergen, die manchmal gar nicht als solche zu erkennen sind und nur dem Profi und dem Antiquitätenhändler auffallen. Irgendwo verstaubt etwas auf dem Speicher oder in der alten Schublade der Großeltern und wenn es dann gefunden wird, stellt sich die Frage nach dem Wert. Krempel oder Kunst, das ist oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen, vieles was vielleicht einmal als Antiquität gekauft wurde, stellt sich später als Plunder oder Massenware heraus, wobei der Wert schlagartig gegen Null geht. Bei den ganzen kleinteiligen Antiquitäten ist Gespür und fachmännisches Wissen gefragt, ein Laie hat da schwerlich eine Chance. Dennoch sind es oft die kleinen Dinge, die das antiquitätenbegeisterte Herz höher schlagen lassen. Zusammenfassend gesagt stehen Antiquitäten für wertvolle Verarbeitung, seltenen Charakter und einen Zuwachs in der Wertigkeit im Sinne einer realen Geldanlage. Sie stehen aber auch für Sammelleidenschaft und der Begeisterung für die Machart und die Ausstrahlung dieser Objekte, wo sich Qualität und Kunstfertigkeit oft wunderschön vereinen.